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Oftmals merken wir gar nicht mehr, ob und wie stark wir eigentlich gestresst sind und übergehen dabei selbst eindeutige Hinweise des Körpers. Die hohe Zahl an Burnout Fällen in den letzten Jahren macht deutlich, was passieren kann wenn wir längerfristig unter starkem Stress stehen und keine Möglichkeiten finden zu regenerieren. Ab einem gewissen Punkt entsteht eine Negativspirale, die immer schwerer zu durchbrechen wird. Daher ist es umso wichtiger, frühzeitig ein gutes Stressmanagement zu betreiben.

Was ist eigentlich Stress?

Prinzipiell wird zwischen Eustress (positiv) und Disstress (negativ) unterschieden. Wenn wir beispielsweise Tätigkeiten innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen müssen und diese mit Begeisterung machen oder sie als Herausforderung annehmen, ist dies Eustress, den wir positiv wahrnehmen. Das, was wir in der Regel als Stress bezeichnen ist Disstress. Es ist ein Ungleichgewicht zwischen den inneren und äußeren Anforderungen an eine Person und ihren Möglichkeiten darauf zu reagieren. Wenn dieses Ungleichgewicht übermäßig auftritt und die Anspannungsphasen dauerhaft nicht aufgelöst werden können, wird dieser Stress zum Gesundheitsrisiko.

Finde Dein persönliches Anti-Stress-Konzept

Die Ansätze zur Stressbewältigung können je nach persönlichen Neigungen sehr unterschiedlich aussehen. Es ist wichtig für sich selbst passende Aktivitäten zu finden, um den Stress abzubauen. Das heißt, Du solltest es gerne tun. Es nützt wenig, sich Dinge vorzunehmen, von denen man zwar weiß, dass sie helfen, aber auf die man keine Lust hat. Besonders regelmäßige Aktivitäten, wie zum Beispiel Sport, können Stabilität schaffen. Aber auch die kleinen Entspannungsoasen, wie ein heißes Bad nach einem stressigen Tag bewirken schon etwas. Finde Dein ganz persönliches Anti-Stress-Konzept und versuche es in den Alltag einzubauen. Einige Anregungen:

  • Musik: Einfach für eine Weile abtauchen mit Deiner Lieblingsmusik im Ohr kann manchmal Wunder wirken.
  • Essen: Nimm Dir Zeit zum genussvollen Essen. Leider ist es in unserer Zeit häufig so, dass wir dem Essen im Alltag wenig Bedeutung beimessen. Dabei hat ein genussvolles Mahl viel Entspannungspotenzial.
  • Apps: Mittlerweile gibt es viele gute Entspannungs-Apps für zwischendurch. Atemübung, Meditation oder Entspannungsreise können in kurzer Zeit für neue Energie sorgen.
  • Picknick: Vielleicht machst Du bei schönem Wetter eine Mittagspause im Park. Am besten in netter Begleitung oder auch mal allein.
  • Yoga, Thai Chi und Co: In der heutigen Zeit steht uns ein riesiger Markt unterschiedlichster Entspannungs- und Übungssysteme zur Verfügung. Insbesondere das Yoga erfreut sich einer besonderen Beliebtheit. Richtig angewandt hat es nicht nur riesiges Entspannungspotenzial, sondern erfüllt auch viele andere gesundheitliche Aspekte.
    Sport: Ob Nordic Walking, Schwimmen oder Vereinssport. Wenn man nicht übertreibt, bietet Sport in der Regel jede Menge Entspannung.
  • Hobbys: Von Stricken über Malen bis Gartenarbeit können Hobbys eine enorme Entspannungsquelle sein.
  • Tiere: Eine schnurrende Katze auf dem Schoß oder eine kleine Gassi-Runde mit Bello empfinden viele Menschen als sehr entspannend.

Stressquellen ausschalten

Zum Stressmanagement gehört aber nicht nur sich damit zu befassen, was wir tun können, wenn wir gestresst sind, sondern auch potenzielle Stressquellen zu überprüfen und falls möglich abzustellen. Auch Dein Arbeitgeber wird daran interessiert sein, dass es dem Team gut geht und die Krankenstände nicht zu hoch sind. Vielleicht könnt Ihr Euch zusammen ansehen, was potenzielle Stressquellen in sind und welche man beseitigen kann. Hier einige Beispiele:

  • Zeitdruck
  • Fehlende Pausen
  • Schlechte Organisation
  • Zu wenig Personal
  • Keine klaren Zuständigkeiten
  • Betriebsklima/ mangelnde Wertschätzung
  • Erwartungen der Leitung
  • Umgang mit Fehlern

Stress ist ein Phänomen unserer modernen Welt und lässt sich nicht komplett abstellen. Dennoch ist es wichtig insbesondere am Arbeitsplatz möglichst viele Stressquellen zu minimieren. Es ist notwendig, auf die Signale von Körper und Geist zu achten und ein Bewusstsein für Stress und Stresssymptome zu entwickeln. Wenn der Stress dauerhaft auftritt und die Möglichkeiten zur Regeneration fehlen, bestehen gesundheitliche Risiken. Das beste Stressmanagement wirkt vorbeugend, so dass es gar nicht erst zu starken Stressbelastungen kommt. Finde Dein ganz individuelles Anti-Stress-Konzept, welches Dir vor allem Spaß macht.

Wie es Dir gelingt, einfach zu entspannen, erfährst Du hier.