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Gesund zu leben, beschäftigt heute erfreulicherweise vor allem immer mehr junge Menschen. Wir kennen natürlich die zahlreichen Studien, sowohl aus schulmedizinischer als auch aus naturheilkundlicher Sicht. Unsere Mission bei VALEO ist es, Dir den ein oder anderen wertfreien neuen Impuls mitzugeben, damit Du Dich selbst für den Weg entscheiden kannst, der Dich zu einem gesunden Leben führt. In diesem Interview möchte Norman Glaser mit unserem Gast Dr. Karl Probst versuchen, eine gesunde Lebensweise ganzheitlich zu betrachten, dabei legen sie den Fokus auf die Darmgesundheit.

Dr. Karl Probst ist approbierter Arzt der Allgemeinmedizin, promovierter Physiker und Gesundheitscoach. In den 1980er Jahren begründete er als einziger Arzt gemeinsam mit Helmut Wandmaker und Franz Konz die sogenannte Rohkostbewegung in Deutschland. Er praktizierte nicht nur in Deutschland, sondern auch viele Jahre im Ausland. Besonderes Interesse entwickelte er für alternativmedizinische Heilmethoden und entwickelte so im Laufe der Zeit seine eigene natürliche Gesundheitslehre.

Teil Zwei des Interviews findest Du hier.

Kurzportrait Dr. Karl Probst

  • Seit 1979 approbierter Arzt (Allgemeinmedizin), promovierter Physiker, internationaler Referent, Gesundheitscoach (Vitalcoach), Sachbuchautor
  • Medizinjournalist auf dem Gebiet der Ganzheitsmedizin und natürlicher Gesundheitslehren, Herausgeber des kostenlosen Gesundheitsnewsletters MedizinKontrovers
  • Als Quintessenz seiner gesamten Erfahrungen und Forschungen schuf Dr. Probst eine eigene Heilmethode, die als Summe verschiedener alternativmedizinisch und naturheilkundlich wirksamer und unterstützender Maßnahmen angesehen werden kann

Darüber sprechen wir

  • Wer ist Dr. Karl Probst?
  • Sein Weg von der klassischen Schulmedizin zur natürlichen Gesundheitslehre
  • Bedeutung der Darmgesundheit
  • Was hat sich in den letzten Jahren im Bereich der Gesundheit verändert?
  • Die Komponenten der Therapie von Dr. Probst
  • Bedeutung von Rohkost
  • Auswirkungen von anorganischem Schwefel

Shownotes

Textversion des Interviews

Norman Glaser: Herr Dr. Probst, schön, dass Sie sich Zeit genommen haben für dieses Interview im VALEO Podcast. Bevor wir so richtig mit diesem spannenden Thema loslegen, möchte ich Sie bitten: Können Sie sich kurz vorstellen? Wer ist Dr. Karl Probst als Privatperson, damit wir Sie ein wenig näher kennenlernen und was genau ist Ihr Berufsfeld/-thema?

Dr. Probst: Ja, gerne. Von Hause aus bin ich Arzt, habilitiert in Orthopädie mit 31 Jahren übrigens. Ich war einer der jüngsten Habilitanten in Bayern überhaupt. Normalerweise habilitiert man mit 45. Bis ich dann zu meinem Glück so etwas ähnliches wie eine Vision hatte. Und zwar, Sie kennen alle Michel Angelo, der dieses große Monumentalwerk geschaffen hat, den David, den man heute noch in Florenz begutachten kann und als der Michel Angelo an diesem riesen Marmorblock anfing zu arbeiten, da kamen die Bewunderer von ihm und sagten “Meister, was Sie da machen….” und er antwortete ganz bescheiden “Ist eigentlich gar nicht so schlimm. Man muss nur das wegschlagen, was nicht dazu gehört und dann bleibt der David übrig”. Ich hatte da eine kleine Vision, eben in der Medizin. Mit der menschlichen Gesundheit ist es genau dasselbe. Wir müssen nur die gesundheitsschädlichen Dinge ablegen, vor allem mit der Ernährung, und automatisch bleibt die Gesundheit übrig. Das habe ich jetzt seit fast 40 Jahren, praktisch meine ganze berufliche Laufbahn hindurch praktiziert.

Ich bin dann natürlich weggegangen von der Uni und habe dann später eine Privatklinik in Süddeutschland aufgemacht, war mehrere Jahre in Südamerika, habe da auch eine Privatklinik gehabt. Dort habe ich etwa 1.000 Heilpraktiker ausgebildet, die in fünf Ländern Südamerikas nach meiner Methode arbeiten und dann bin ich wieder in Deutschland und im Wesentlichen halte ich Seminare. Ich werde aber sehr wahrscheinlich in wenigen Monaten wieder erneut eine kleine Privatklinik in der Nähe von Dresden aufmachen – Das Gesundheitszentrum Dr. Probst.

Das ist sozusagen mein Werdegang und das hat sich bewährt. Man könnte sagen “Lebst du gesund, wirst du gesund und bleibst du gesund”. Wohl präventiv, das heißt, vorbeugend, sodass wir gar nicht erst krank werden. Das ist das sinnvolle, so machen wir es ja bei unserem Auto auch. Wenn da irgendwas komisch ist, dann gehen wir gleich in die Werkstatt, damit die Kiste wieder repariert wird und gar nicht erst richtig kaputt geht. Oder, es geht auch kurativ. Die meisten von uns sind ja leider so unbedacht und unbewusst, dass sie alles mögliche oben reinstopfen mehrmals täglich und irgendwann geht es nicht mehr und man wird “krank”. Krankheit bedeutet, es sind solche Mangelzustände ausgebrochen, dass die ganze Kiste nicht mehr funktioniert. Aber auch da kann man mit gesunder Ernährung, gesunder Lebensführung, gesunder Entgiftung, mit Darmsanierung – um die nur die wichtigsten Komponenten zu sagen – sehr viel erreichen. In den allermeisten Fällen kann man zumindest funktional wieder einen Zustand erreichen, in dem die Menschen erneut Lebensqualität haben und sich wieder wohlfühlen, selbst bei schweren Krankheiten, wie Rheuma bis hin zum Krebs. Das ist ganz erstaunlich und Gott sei Dank kommen immer mehr Menschen auf diesen Trichter. Es gibt da gerade sehr viel Bewegung. Da muss man die ganzen amerikanischen Schauspieler bewundern und ihnen ein Kompliment machen. Die haben zum Beispiel die Rohkostbewegung, auch in Deutschland, ganz wesentlich mitgestaltet, indem sie einfach ihr Zeugnis geben: “Ich habe mich schlecht gefühlt und meine Ernährung umgestellt, habe meinen Darm saniert und siehe da – ich kann wieder als Schauspieler arbeiten” – also hochspannende Zeiten, in denen wir leben.

Norman Glaser: Ja, vor allen Dingen auch durch die digitalen Zeiten, wo diese Informationen natürlich auch schnell transportiert werden können. Es dauert nicht mehr ewig, bis es dann auch in Deutschland angekommen ist.

Dr. Probst: Genau.

Norman Glaser: Dr. Probst, lassen wir uns noch mal in den Moment Ihres Lebens reinzoomen, als der Weg der klassischen Schulmedizin begonnen und seinen Lauf genommen hat. Wann kam die Erkenntnis zu sagen, das Thema natürliche Gesundheitslehre liegt Ihnen mehr bzw. wann war der Game Changer?

Dr. Probst: Das ist hochspannend! Wenn man praktisch am Patienten arbeitet – die Theorie, so kennt man es auch von Goethes Faust “Grau, mein Freund, ist alle Theorie” usw. Wenn man also mit dem Patienten anfängt zu arbeiten, dann kommt ein Kranker, der hat zum Beispiel Knieschmerzen. Natürlich kann man Akupunktur und alle möglichen Dinge machen. Was ich dann beobachten durfte, war folgendes: Die kommen und haben ein Wehwehchen, hier die Knieschmerzen, dann mache ich Akupunktur. Das wird auch besser natürlich – Hallelujah -, aber dann kommt er nach einigen Tagen vielleicht mit Leberschmerzen. Dann behandle ich die Leber und dann kommen Schulterschmerzen. Dann hatte ich plötzlich auch wie eine Art Vision, wo ich gesehen habe, das ist wie eine Zahnpastatube. Wenn Sie oben nicht aufschrauben und Sie drücken die Zahnpastatube, dann wird die Zahnpasta in der Tube immer hin- und hergedrückt – mal da und mal dorthin, aber die muss oben offen sein, damit ein bisschen von der Zahnpastatube entleert werden kann.

Genau dasselbe passiert mit den Menschen: Die Gifte, die Toxine, die sich im Körper einlagern – mal sind sie im Kniebereich, dann wandern die woanders hin – und das Wesentliche dieser Vision war: Wir müssen den Dreck aus dem Körper ausleiten. Das lernen wir gerade im Rahmen der normalen schulmedizinischen Ausbildung nicht, sondern wir sind da im Wesentlichen nur Pharma-Verschreibungsknechte, um es mal brutal zu sagen. Da kommt ein Patient mit Knieschmerzen und dann sagt man “Da habe ich was Gutes, die Firma xy hat da ein gutes Präparat gemacht”, dann bekommt er es, aber die Detox, die eigentlich notwendig wäre – weil die Gifte momentan zu konzentriert im Knie sitzen und diese Probleme erzeugen -, die wird nicht adressiert. Natürlich gehen die Beschwerden zurück, aber jetzt vagabundieren diese Gifte weiterhin im Körper herum und suchen sich erneut ein Plätzchen, wo sie sich deponieren können. Dann haben Sie das Problem an einer anderen Körperstelle wieder. Das heißt, die Losung zur Erlösung liegt nicht in irgendwelchen therapeutischen Verrichtungen. Sie sind eventuell sogar “wirksam”, das soll nicht abgestritten werden, aber es muss ein fundamentaler Durchbruch kommen.

Ich bin schon als Kind mit 12 oder 13 Jahren habe ich schon Schopenhauer und Nizsche gelesen, anstatt mit den Kindern draußen auf der Straße zu spielen. Ich habe damals auch schon griechisch und latein gelernt – ich war also schon immer ein etwas merkwürdiger Mensch, der auch philosophisch an das Leben herangeht und mich interessiert, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dann kommen Sie von selbst auf diesen Gedanken mit der Zahnpastatube. Diese Vision war richtig beeindruckend und dann sehen Sie die Welt plötzlich mit anderen Augen. Dass das funktioniert kann man in der Praxis beobachten.

Ich hatte mein ganzes Leben lang, auch in meiner Klinik in Süddeutschland, lauter verkorkste Patienten. Da kam beispielsweise ein amerikanischer Fernsehprediger mit seiner Frau, die Brustkrebs hatte. Die Frau wurde behandelt und ist gesund geworden. Natürlich gibt es da auch Entgiftungen und Darmsanierungen und das ist auch das Wichtigste. Wenn das unsere Zuhörer mit nach Hause nehmen können, dann ist es diese “Denken Sie an Ihren Darm! Darm gesund, Mensch gesund. Darm krank, Mensch krank”. Das hat schon der gute alte Hippokrates, der Begründung der modernen Medizin, vor 2.500 Jahren festgehalten.  Und jetzt wird das immer deutlicher: Darm gesund, Mensch gesund.

Wie gesagt, er kam dann und die Frau wurde gesund und er hat es dann in Amerika weitergegeben. Wie er kam, das war auch eine ganz spannende Geschichte. Er war wie gesagt ein amerikanischer Prediger mit eigener Fernsehstation und dann lag er auf den Knien und hat zu seinem Gott gesprochen und er hatte dann auch eine Art Vision. Er sah eine Reihe von Ziffern, also 0049 – Deutschland. Dann sah er die Telefonnummer von meiner Klinik und er rief an. Wie es der Zufall wollte, war ich am Telefon und so sind wir zusammen gekommen. Die Klinik hieß eigentlich Wellness Energiezentrum.

Die Patienten kamen sogar aus Australien, das war fürchterlich. Praktisch war es dann nur noch ein Krebszentrum. Das ist natürlich auch befriedigend, weil man dann auch den Ärmsten der Ärmsten helfen. Man kann übrigens jede Krankheit heilen, aber man kann nicht jeden Kranken heilen – das ein riesen Unterschied!

Krebspatienten haben wahnsinnige Beschwerden und müssen Morphium nehmen und lauter solcher schrecklichen Dinge. Sie dürfen gar nicht würdig sterben und das habe ich beobachtet in den letzten 40 Jahren: Wenn Sie eine schwere Krankheit, wie zum Beispiel Krebs haben und Sie sind Morphinpflichtig geworden, dann kann ich Ihnen garantieren: Sie fangen an, die Ernährung konsequent umzustellen auf Rohkost – also nichts Gekochtes mehr. Roh macht froh. Dann gehen innerhalb von maximal zwei Wochen die Schmerzen zurück und die Menschen können im Kreise ihrer Familie, ohne Schmerzmittel, ohne bewusstseinsverändernde Meditation, würdig sterben. So wie eine Kerze irgendwann verlischt, so hört dann das Leben auf. Das betrachte ich als einen würdigen Tod und nicht das, was heute passiert.

Da werden in den letzten Tagen noch richtig die Apparate angeworfen. Sie wissen ja: Die Renditen werden mit den Ärmsten der Armen gemacht.

Dazu gibt es sehr viel zu sagen und wenn das unsere Zuhörer wenigstens verstehen und es umsetzen im Kreise der Familie, das wäre ein gigantischer Schritt vorwärts aus diesem mehr als zweifelhaften System.

Norman Glaser: Ja, da würde ich gleich auch mit Ihnen einsteigen wollen, aber eine Frage vorweg: Sie haben jetzt unglaublich viel Lebens- und Berufserfahrung. Was hat sich in Sachen Gesundheit auf der medizinischen Seite und auf der Patientenseite getan? Was hat sich verändert?

Dr. Probst: Max Planck hat so schön gesagt: “Eine neue Theorie kann erst dann Fuß greifen, wenn die alten Professoren weggestorben sind”. Das sehe ich auch hier. Es gibt zwei Methoden, wie wir vorwärts kommen: Entweder durch Leiden oder durch Lernen. Ich habe jetzt natürlich einen etwas eingeengten Blick. Ich habe immer nur Patienten, also Leidende gesehen. Bei Krebs oder generell, wenn der Sensemann anklopft, dann fangen die Leute an zu denken “Wenn ich eh sterben muss, dann fange ich vielleicht etwas Neues an”. Das sehe ich in der Tat gerade bei der Jugend, die gerade heranwächst. Die ganze Rohkostbewegung, die sich auch in Amerika formiert – in jeder Stadt gibt es bereits Rohkost-Restaurants. Das ist unglaublich! Da sind die Amerikaner ausnahmsweise auch mal 5 oder 10 Jahre im Guten uns voraus und nicht nur im Schlechten.

Auch in Deutschland formiert sich jetzt mehr und mehr eine Bewegung von jüngeren Patienten, die auch in meine Seminare kommen. Gerade gestern Abend hatte ich ein Webinar mit mehreren 100 Teilnehmern, die bis zum Schluss durchhielten, obwohl ich 2 Stunden non-stop doziert habe. Da ging es eher um den spirituellen Aspekt unserer Leben, nämlich, dass wir uns auch bewusst werden, dass wir eine soziale Verantwortung haben. Wofür will ich gesund sein? Ein berühmter Mystiker hat mal gesagt “Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr, du auch bist anderen geschaffen und nicht dir”, was damit gesagt wird: Wir haben eine Aufgabe. Ich will gesund werden, aber nicht dafür, dass ich mich selbst damit befriedige, ganz im Sinne von: Ich bin gesund und habe einen schönen Körper. Nein! Damit ich die Welt zu einem besseren Ort machen darf. Das sehe ich bei diesen jungen Leuten.

Sie tragen dieses innere Feuer und haben diese idealistische Weltauffassung. Jesus hat auch gesagt: Wir sollen unser Licht scheinen lassen in dieser Finsternis – und genau so ist es. Da sehe ich in der Tat einen ganz großen Aufbruch bei vielen von diesen Jüngeren, die nicht erst krank werden müssen, die nicht erst leiden müssen, bevor sie anfangen ihr Gehirn zu benutzen und etwas ändern.

Wenn Sie die Pfahlwurzel von einem jungen Menschen kaputt machen wollen, dann müssen Sie ihn Impfung. Mit Impfungen haben Sie schon den nächsten chronischen Patienten für die Zukunft generiert. Das ist in diesen Zeiten eigentlich fürchterlich. Diese Jungen merken intuitiv, dass da etwas nicht stimmt. Es gibt keine einzige Studie, die beweist, dass Impfungen gut wären.

Im Mai letzten Jahres gab es diesen großen Masern-Ausbruch an der Harvard University. Das wird ja immer auf kleiner Flamme geköchelt, damit man da gar nicht erst nachdenkt. Da war es so, dass die Leute Masern bekommen haben und dann hat man geschaut, wer Masern bekommen hat: Es haben nur die Masern bekommen, die gegen Masern geimpft waren – teilweise sogar mehrfach geimpft wurden. Die, die nicht geimpft wurden, die haben auch die Masern nicht bekommen. Dann kam es nach einem halben Jahr raus und dann wurde in der Washington Post berichtet: Die, die sich nicht haben impfen lassen gegen die Masern, die haben die anderen angesteckt.  – Wie verblödet muss man sein, sich überhaupt zu wagen, so einen Müll zu veröffentlichen. Niemand regt sich auf. Die alternative Szene hat natürlich getobt, aber wer vom Mainstream hat das gemerkt? – Nobody.

Da kann man nur – wie Max Planck es so schön gesagt hat – abwarten, dass die alten Dackel wegsterben. Die, die noch den Mainstream Medien glauben. Die sind irgendwann nicht mehr da und die Jugend hat ganz andere Möglichkeiten. Das machen Sie ja auch und das finde ich so schön an VALEO. Da wird ein ganz neues Format aufgelegt und es geht schnell über die digitalen Medien. So muss man es sehen.

Norman Glaser: Ich glaube auch, dass es einen breiteren Betrachtungswinkel braucht. Das eine ist natürlich die Konditionierung, die die jungen Leute in Frage stellen und durch die digitalen Medien super schnell in den Austausch kommen und auch alternative Wege kennen dürfen und dann auch selbst entscheiden können. Und diese Entscheidung überhaupt zu haben, war den älteren Generationen einfach verwährt gewesen, weil keine Berührungspunkte mit diesen Themen da waren. Wenn wir einmal überlegen:  as Thema Internet ist ja noch gar nicht so alt. Heute ist das anders.

Dr. Probst: Absolut und ich sehe einen Aufbruch. Wenn einer nicht hören will, dem können Sie auch die Informationen anbieten, er wird sie nicht hören. Das kennen wir auch von dem berühmten englischen Admiral Nelson. Der hat ein Auge verloren und dann kam ein britischer Erfinder. Der hat ihm das Fernrohr vorgestellt und ihm gesagt: Das ist strategisch ganz wichtig. Wenn Sie die nächste Schlacht kämpfen, dann haben Sie einen Wettbewerbsvorteil. Aber Nelson glaubte daran nicht. Er hat dann dieses Fernrohr vor sein blindes Auge gehalten und gesagt “Ich sehe nichts, das funktioniert nicht”.

Die Weltgeschichte wäre völlig anders gewesen, wenn der einen offenen Geist gehabt hätte und das ist eben das Schöne an der Jugend heutzutage: Sie sind viel offener und das finde ich wunderbar. Die Zeiten sind spannend!

Ich bin ja eigentlich Pensionist. Nach dem Tode werde ich mich ausruhen können, aber vorläufig muss ich sagen, ich genieße es, dieses Wissen weiterzugeben. Deshalb habe ich auch meine Bücher geschrieben “Warum uns nur die Natur verändern kann” und “Der natürliche Weg zur Heilung und Gesundheit”. Da habe ich mit vielen Abbildungen auf die Theorie und wie das praktisch funktioniert abgehoben, habe es alles mit wissenschaftlicher Primärliteratur unterfüttert. Und es stimmt: Vorsicht mit Kohlehydraten. Die ganzen konzipierten Kohlehydrate sind ein echtes Problem und es muss auf den Darm geachtet werden. Das sind wenige Eckpunkte und wenn man das macht und wir reden nicht über Jahre oder Monate, sonder über wenige Tage und Wochen. Da werden Menschen richtig erneuert und das ist so beglückend zu sehen. Gerade die Jungen machen das und sie reißen auch ihre Umgebung, ihre Eltern und ihre Verwandtschaft mit sich. Es ist einfach unglaublich spannend.

Norman Glaser: Lassen Sie uns doch einfach in diese Komponenten Ihrer Therapie einsteigen. Ich habe mir 10 aufgeschrieben, die Ihre Therapie begleiten oder die einfach wichtig sind. Der erste Punkt ist zum Beispiel das Thema Entlastung. Was ist damit gemeint?

Dr. Probst: Wenn Sie sich vorstellen, Sie haben ein Waschbecken. Da kommt oben das Wasser rein und unten über den Abfluss läuft es wieder ab. Bei den meisten Menschen (um beim Beispiel zu bleiben) ist der Abfluss unten verstopft. Es gibt ja die chinesische Organuhr, Sie haben vielleicht davon gehört – zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten arbeiten die verschiedenen Organe verschieden stark. Und zwischen 5 und 7 Uhr früh ist die Hauptzeit des Dickdarms. Das heißt, in der Zeit, wo wir gerade aufstehen, ist der normale Zustand, dass wir auf die Toilette gehen und dann einfach Stuhlgang haben.

Bei den meisten Menschen ist das, durch Unregelmäßigkeit im weitesten Sinne in ihrer Lebensführung, kaputt. Wenn jetzt also unten eine Verstopfung stattfindet, dann werden sie oben nicht so viel reinstopfen können (wenn Sie jetzt mal an das Waschbecken-Beispiel denken). Da oben kann nicht so viel reingehen, weil es unten nicht schnell genug abläuft. Irgendwann läuft dann das Waschbecken über. Es ist ganz wichtig, dass wir uns darüber klar werden.

Wenn das Waschbecken überlaufen sollte, dann nennt man das im Bereich des Körpers “Krankheit”. Krankheit bedeutet Überlaufen der Klärgrube Mensch. Das heißt also, Entlastung ist logisch. Wenn Sie vor dem Waschbecken stehen und es läuft nicht ab, dann werden Sie logischerweise den Wasserhahn erst einmal zu machen, damit es nicht überläuft. Sie merken schon, es ist eigentlich Menschenverstand auf Grundschulniveau.

Es ist nicht alles so kompliziert. Nehmen wir einmal latein oder griechisch. Nicht viele Leute haben zum Beispiel essentielle Hypertonie, also einen essentiellen Hochdruck. Das bedeutet auf gut deutsch übersetzt: wir wissen es nicht. Idiopathisch, ein griechisches Wort und kommt nicht von Idiot. Sondern das bedeutet “eigenartig”, also: Sie haben ein eigenartiges Leiden. Informationsgehalt ist hier gleich Null, aber man hat es irgendwie vornehm ausgedrückt.

Was ich damit sagen will: Alles was kompliziert ist, was schwer zu verstehen ist, da können Sie immer ein Fragezeichen machen. Jede Wahrheit, wie Krankheit entsteht, ist einfach – primitiv. Denken Sie an das Waschbecken. Es muss Gleichgewicht entstehen. Und überhaupt, da kommen wir wieder von der philosophischen Seite her: Wir leben in einer Überfülle. Vielleicht muss tatsächlich wieder ein Krieg kommen, damit wir einmal bescheiden werden.

Hochspannend ist zum Beispiel Dänemark. Die hatten in der ganzen Kriegszeit ein ganz fantastisches, statistisches Kataster. Die haben genau aufgeschrieben, welche Krankheiten es gibt und welche weggegangen sind. Während der Kriegsjahre bis 1945 sind alle Krankheiten zurückgegangen. Es gab keine Diabetes mehr, es gab kein Rheuma mehr, es gab keine Krebspatienten mehr – also ganz komisch. Und nachdem der Krieg zu Ende war und es ging wieder besser – mit einem Jahr Verzögerung kamen wieder die ganzen Zivilisationskrankheiten zurück.

Diese Statistiken werden natürlich alle unter Verschluss gehalten, obwohl was heißt unter Verschluss? Sie werde es halt nicht jeden Morgen in der Zeitung finden. Jeden Morgen können Sie in der Zeitung lesen “Verrückter Ehemann erschießt Ehefrau” und lauter solche Dummheiten. Aber wenn Sie bohren und suchen, dann finden Sie solche Statistiken. Ich habe sie auch in meinen Büchern. Alles ist irgendwo dokumentiert, aber dafür müssen Sie schon ein wenig suchen.

Das zur Geschichte Entlastung.

Norman Glaser: Ich bin auch der Meinung, dass diese Fülle zu Trägheit führt. Je wirtschaftlich erfolgreich ein Land ist – das kann man auch gut im internationalen Vergleich sehen – desto weniger notwendig sieht man es, sich besser zu informieren oder selbst etwas in der Gesundheit zu tun. Lassen Sie uns einen besonderen Fokus auf den Darm legen: Warum hat der Darm für den Gesamtmechanismus im Körper so eine Schlüsselrolle?

Dr. Probst: Da muss man auch wieder den Amerikanern ein Kompliment machen. Die haben das vor 5 Jahren umgetauft. Es heißt nicht mehr Darm und Darmflora, nein – das nennen die jetzt “Micro Biomforschung”. Das ist das Zusammenspiel vom Macro Organismus mit unzähligen Micro Organismen, die überall herumgeistern. Jede Woche kommt da eine wissenschaftliche Studie heraus, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass wir dieses Zusammenleben zwischen Mikro-Organismen und Makro-Organismen förderlich ist.

Bei Antibiotika wird ja nicht einmal mehr gelogen. Antibiotika sind eine gegen das Leben gerichtete Substanz. Sie sind tatsächlich gegen das Leben gerichtet und zwar nicht gegen das Leben der Mikro-Organismen, sondern das wissen wir heute über jeden Zweifel, nämlich gegen das Leben der Makro-Organismen, also des Menschen.

Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir ein insgesamt förderliches Milieu im Körper, insbesondere ein förderliches Milieu im Darm aufbauen und dann werden ganz automatisch die Gesamtkonstellation so verändern, dass wir ein Überwuchern von lebensfördernden Mikro-Organismen haben. Wir haben ja etwa 100 Mal so viele Mikro-Organismen im Darm, wie der ganze restliche Körper zellen hat. In diesem Milieu kann dann auch der Makro-Organismus gesunden und langfristig gesund bleiben.

Nicht einmal die Schulmedizin kann das länger angreifen, weil so viele wissenschaftliche Studien dies erhärten. Vor allem auch die Makro-Ökonomik – Deutschland ist nach Amerika mit 12% Bruttosozialprodukt, das müssen wir für das Krankheitssystem ausgeben. Das kann ja niemand mehr finanzieren. Deshalb muss man es mit Zähneknirschen immer mehr zugeben.

Hier gibt es verschieden Möglichkeiten, wie man vorgeht und ein ganz wichtiger Punkt ist eben auch die Lebensführung, die Regelmäßigkeit. Unsere Großmutter hat uns schon beigebracht, vor Mitternacht schlafen zu gehen. Das hat einen ganz starken Einfluss auf die Komposition der Mikro-Organismen. Deshalb: Suchen Sie sich einen gescheiten Therapeuten, der sich damit auskennt, wahrscheinlich ein Naturheilkundler, denn die Schulmedizinier glauben nach wie vor nicht daran. Man muss ja auch gestehen, dass das sehr geschäftsschädigend ist.

Norman Glaser: Aber durchaus interessant! Selbst der Knieschmerz hat irgendwo eine Ursache. Was ich so spannend an der Idee finde, auch rund um das Thema Darm ist, es ist eine Energiezuführ, wenn wir an unsere Ernährung denken und da kann ich ganz entscheidend auf den Körper einwirken, was dann letztendlich selber vom Darm an die Organe abgegeben wird. Wenn der Darm gesund ist – also wenn mein Abflussrohr im Waschbecken gesund ist…

Dr. Probst: Absolut, ganz genau.

Norman Glaser: … dann funktioniert es einfach besser. Hier noch ein Hinweis an die Zuhörer: Ich höre immer Nahrungsergänzungsmittel und dergleichen – wie soll das durch einen kranken Darm, einem verstopften Darm aufgenommen werden?

Dr. Probst: Absolut, phänomenal. Genau so ist es, ja. Es ist eigentlich ganz traurig. Es ist so weit: Viele Menschen können am vollbesetzten Tisch letztendlich verhungern. Sie führen unheimlich viele gute Dinge zu, aber der Körper kann es nicht assimilieren, wenn die Kiste kaputt ist. Und vor allem, darüber habe ich auch mal einen Artikel geschrieben: Die sogenannten Bio-Filme. Schauen Sie sich das mal im Internet an, da gibt es übrigens auch einen ganz schönen Artikel in Wikipedia. Diese ganzen Mikro-Organismen, die für uns gesundheitsschädlichen – die maskieren sich durch einen Bio-Film. Sie können das an den Zähnen beobachten. Wenn Sie sich einen Tag lang die Zähne nicht putzen, dann haben sie einen komischen Bio-Film auf den Zähnen. Deshalb sollte man alle 24 Stunden wenigstens einmal am Tag richtig ordentlich die Zähne putzen, denn sonst bildet sich dieser Bio-Film in Schichten. Dann können Sie ihn nicht mehr wegmachen. Dann müssen Sie zum Zahnarzt gehen. Denn dieser Bio-Film verhärtet sich und wird dann richtig eingepanzert. Dieser Bio-Film ist aber eben der Schutz von diesen bösen Mikro-Organismen und das muss gebrochen werden.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und da müssen Sie wie gesagt mit einem gescheiten Therapeuten sprechen oder Sie rufen mich an oder auch über’s Internet. Ich bin wieder auf dem Weg nach Südamerika, weil ich dort meine Heilpraktiker weiterbilden muss, aber im März bin ich wieder da und gebe wieder Seminar und habe dann auch Sprechstunde.

Norman Glaser: Super. Sie haben vorhin noch gesagt und das fand ich ganz spannend: Zwischen 5 und 7 Uhr morgens ist die Aktivität des Dickdarms.

Dr. Probst: Ja, genau. Da hat der Dickdarm diese Funktion.

Norman Glaser: Sie sagten, da gehen wir dann auf Toilette und haben Stuhlgang, wenn ich mit meiner Ernährung gesund bin. Diejenigen, die das jetzt hören und sagen “Nee, funktioniert bei mir nicht. Das ist eher abends” – wie kann ich diesen Zustand wieder herstellen?

Dr. Probst: Es ist fundamental wichtig, dass wir das erstmal erkennen und dann ist der Schlüssel, dass wir eine physiologisch sinnvolle Ernährung haben. Da würde ich Ihnen empfehlen: Je höher der Rohkostanteil sorgfältig eingespeichert, sorgfältig gekaut wird, desto schneller kommt es zur Ausheilung des Darms. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Am besten mit 100% Rohkost.

Wenn Leute in mein Individual-Coaching kommen, dann wird anhand der Dunkelfeld-mikroskopischen Blutuntersuchung (man nimmt einen Tropfen Blut aus dem Finger und es wird in einem Spezial Mikroskop befundet) genau festgestellt, wielange und in welcher Form man therapieren sollte. Man macht eine Milieuumstellung – das mache ich persönlich mit Schwefel. Das ist ein uraltes Mittel, darüber habe ich jetzt auch mehrere Seminare gehalten. Darüber hat Delokles bereits vor Jahrtausenden im Jahr 500 v. Chr. geschrieben, Celsus 200 n. Chr.. Die haben alle mit Schwefel gearbeitet. Der elementare Schwefel wohlgemerkt, nicht der organische Schwefel. Das leistet nur der anorganische Schwefel. Wenn Sie nur den Schwefel nehmen, dann ändert sich das Darmmilieu. Das Wirkungspotenzial wird geändert und damit heilt der Darm aus. Das ist eine fantastische, ganz billige Möglichkeit und es ist tausend Mal besser als diese ganzen Prebiotika, Probiotkia, Symbiotika die es gibt. Da können Sie arm werden! Das wird auch von den Krankenkassen nicht bezahlt. Auch die Privatkrankenkassen steuern diese Sachen aus – das können Sie alles vergessen. Sie brauchen auch gar keinen Doktor mehr, denn wenn Sie den Darm sanieren, sterben die bösen Bakterien ab. Dann werden ganz üble Darmabsonderungen abgehen – also Stuhlgang oder Gase, die riechen nach verfaulten Eiern – und solange es unanständig riecht, wissen Sie “Wahrlich, wahrlich, ich habe noch böse Bakterien, die weg müssen”.

Wenn es also stinkt, bei kranken Patienten, aber vor allem auch bei älteren Patienten, kann das monatelang dauern. Wenn Sie sehen, dass es nicht mehr unangenehm riecht, das merken die Menschen selber, dann kommt wirklich eine zweite Jugend, ein zweiter Frühling auf sie zu. Das ist sensationell.

Norman Glaser: Um das für die Zuhörer ein wenig praktischere zu machen: Anorganischer Schwefel – wie oft und wieviel am Tag?

Dr. Probst: 3 Mal täglich einen Teelöffel, früh, mittags, abends über den Tag verteilt – egal ob Sie essen oder nicht essen, damit Sie einen gewissen Selektionsdruck auf diese Mikro-Organismen ausüben. Das ist eine wunderbare Eigentherapie.

Meine Idee war: Was kann man den Menschen anbieten, dass wir frei werden vom Medizinsystem? Und vor allem, dass es kostengünstig ist. Dass man kein Millionär sein muss, um gesund zu werden. Und genau das ist mir mit dieser wunderbaren Methode gelungen. Die Dr. Karl Probst Methode – da können Sie viel im Internet drüber lesen oder meine Bücher lesen. Nicht, weil sie von mir sind, sondern weil ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Da habe ich sehr viele Bilder und mit der wissenschaftlichen Primärliteratur als Beweisführung nachgewiesen, wie Gesundheit funktioniert – über Detox, Darmsanierung und Ernährungsumstellung. Dazu dann noch das psychische Element.

Norman Glaser: Wir verlinken das natürlich in den Shownotes und die Bücher kann ich empfehlen, weil sie vor allem verständlich geschrieben sind, sodass es auch ein Nichtmediziner nachvollziehen kann. Lassen Sie uns noch einmal kurz auf den Schwefel zurückkommen: Was genau macht der? Wenn man anorganischen Schwefel kauft, dann stehen da Warnhinweise auf den Verpackungen. Was genau stellt Schwefel an und warum ist er nicht schädlich?

Dr. Probst: Das ist eine hochspannende Geschichte. Zunächst einmal, ich bin ja dazu gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Und zwar während meines Studiums. Da ist unser Professor für Neurologie und Psychiatrie gestorben. Er hatte eine riesengroße Bibliothek, die dann auch gleich aufgeteilt wurde und dann sind einige alte Folianten von den alten Naturphilosophen übrig geblieben. Die wollte niemand haben. Durch glückliche Fügungen durfte ich dann diese alten Dinger, die niemand haben wollte, erben. Die Schwefeltherapie habe ich also nicht erfunden, sondern ich habe sie von den Alten übernommen, weil mich das einfach interessiert hat. Damit habe ich vom ersten Tag im Studium bereits experimentiert, im Eigenversuch usw.

Später habe ich mich dann auch mit der Theorie befasst und es ist ganz einfach: Vor 20 Jahren hat der Amerikaner Robert Young über den pH-Wert, also den Säure-Basen-Haushalt geschrieben. Von 0-7 ist es sauer von 7-14 wird es alkalisch und er hat festgestellt, dass wir eine gewisse Alkalität. Der Körper muss basisch, also darf nicht sauer sein, damit wir gesund bleiben. Das ist diese eine Komponente des Körpermilieus und der Schwefel macht nun die zweite Komponente, nämlich das sogenannte Redoxpotenzial.

Heute lernt man das ja leider nicht mehr – Redoxpotenzial bedeutet die Zahl der in einem System verfügbaren freien Elektronen. Sind viele Elektronen in einem System, so nennt man das ein niedriges Redoxpotenzial und das ist gesundheitsfördernd. Sind wenige Elektronen in einem System, dann ist das der sogenannte oxidative Stress. Das haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Oxidativer Stress bedeutet weniger Elektronen und das ist ein hohes Redoxpotenzial.

Und so wie der pH-Wert ins Alkalische verschoben werden muss, damit wir gesund bleiben können, so muss in einem Körper viele Elektronen da sein. Das ist das, was wir mit dem elementaren Schwefel machen. Der Schwefel ist nichts anderes als ein Elektronendonator. Da wird das Redoxpotenzial im Darm verändert. Das können Sie übrigens auch mit anderen Methoden machen, zum Beispiel Barfußlaufen im feuchten Gras oder am Meerestrand. Da ist jeder von uns schon einmal barfuß gelaufen. Die Erde ist ein riesiger Kugelkondensator mit unzähligen negativ geladenen Elektronen an der Oberfläche. Und wenn Sie jetzt am Meeresstrand oder durch den Rasen, es reichen 10-15 Sekunden, dann wird der ganze Organismus geflutet mit diesen negativ geladenen Elektronen. Da fühlt man sich schon beschwingt.

Wenn Sie nach einem Unwetter im Wald spazieren gehen, da ist die Luft mit diesen negativ geladenen Elektronen geschwängert. Wir brauchen also Elektronen. Oder umgekehrt: Da sind natürlich auch die Amerikaner wieder federführend. Die haben mit diesen idiotischen Großraumbüros angefangen, diese Betonbauten. Da lässt die Produktivität nach, es gibt Ausfallzeiten usw.

Was haben die gemacht? Die bauen überall diese Luftionisatoren ein, die dann negativ geladene Ionen in den Raum hinein pusten. Damit geht die Krankheitsrate zurück, die Produktivität erhöht sich und die Fehlerquote geht zurück usw. Das heißt, das ist kein Schmäh. Die Wirtschaft ist da realistisch, ob das Hokus Pokus ist, interessiert nicht. Auf jeden Fall ist es eine Investition, die sich sehr schnell amortisiert. All das hängt genau mit dem Körpermilieu zusammen. Habe ich viele Elektronen zur Verfügung, dann ist es etwas Gesundes und das macht man wie gesagt mit dem Schwefel.

Schwefel ist seit Jahrhunderten wunderbar bekannt. Vor etwa 10-12 Jahren hat das Gesundheitsamt eine Monographie über den Schwefel veröffentlicht und erst seitdem das mit dem Schwefel dann vor 4-5 Jahren publik wurde, sind überall diese Warnhinweise. Wenn Sie zum Beispiel über Amazon Schwefel bestellen, dann bekommen Sie 8 oder 10 Seiten mit Hinweisen “giftig”, “Wenn Sie den angucken, dann kann er explodieren” oder ähnlich – ein absoluter Schmarrn.

Auf der anderen Seite bin ich gar nicht so sehr dagegen. Das ist wie eine Prüfung: Wem glaube ich? Den Alten, den Erfahrenen oder diesen idiotischen Ratschlägen, die zum Schutz der Big Pharma einfach reingeschrieben werden. Wer das heute nicht versteht, der kann weiter leiden.

Norman Glaser: Ich lebe auch noch und ich nehmen das. (beide lachen)

Dr. Probst: Es ist schon eine Herausforderung, oder nicht? Oh je, wenn man es aufmacht und dann darf man nur mit Schutzmaske und Handschuhen… und dann sollen Sie es auch noch einnehmen…. Ob das mal gut geht (lacht)

Norman Glaser: Aber das ist auch wieder ein schönes Beispiel dafür, dass es zwei Wahrheiten gibt. Die eine, die man selbst herausfinden muss und die andere, die man überall hört und liest.

Dr. Probst: Ja, und sehr verdächtig, dass es so ist! Da muss man wirklich fragen: Wenn das hier schon losgeht, was gibt es da sonst noch, was ich nicht nachprüfen kann? Da gibt es eine Sache, die habe ich in Südamerika vielfach gesehen: Da kam mal vor 20 oder 25 Jahren eine ältere Dame (damals war ich auch etwas jünger) mit ihrem Manager. Sie hatte ein Buch geschrieben über Urintherapie. Eine Frau Ahlmann – der ein oder andere wird sie kennen. Sie fragte mich, ob ich dieses Buch nicht haben wollte und der junge Mann war sehr dynamisch “Ich trinke meinen ganzen Urin und fühle mich seitdem super und bin gesund” usw. Dann sagte ich ihm: “Wenn das stimmt, was Sie eben gesagt haben, dann ist der liebe Gott ein Murkser. Denn dann brauchen wir gar keine Nieren. Wozu machen wir denn den Urin?”

Die waren wie vom Donner gerührt, sind abgehauen. Da war ich mal richtig schlagfertig oder?  Und dann habe ich mir hinterher gedacht: “Was bist du denn für ein Idiot? Du hast keine Ahnung von Auto-Urin-Therapie und vielleicht funktioniert es ja wirklich?” Denn, man lernt ja in der Medizin: Nach zwei Wochen ist man tot. Das geht nicht. Da sind ausscheidungspflichtige Substanzen – das kann nicht funktionieren. Aber mich hat es so gewurmt, dass ich dann am nächsten Silvester mir vorgenommen hatte, das nachzuprüfen, ob das stimmen kann, was die Frau sagte. Ab Neujahr habe ich dann 3,5 Monate bis zum 15. April jeden Tropfen Urin, ob Tag oder Nacht, erneut getrunken.

Und Sie werden es nicht glauben: Alle Lehrbücher der inneren Medizin sagen, nach zwei Wochen bist du halbtot und spätestens nach drei Wochen ist man ganz tot. Ich habe nicht gemerkt, dass ich eine besonders förderliche Wirkung gehabt hätte. Eines habe ich aber gemerkt: Man kann sagen, ich hatte bereits eine Vollglatze und ganz seltsamerweise, nachdem ich 3,5 Monate den Urin getrunken habe, hatte ich wieder – nicht viele – , aber ein paar Hundert neue Haare auf dieser ehemaligen Glatze. Ganz erstaunlich. Es war immer noch ein schütterer Haarwuchs zu sehen. Unglaublich! Obwohl ich 30-40 Jahre vorher eben ein Glatzkopf gewesen bin.

Das habe ich auch in Südamerika von vielen Patienten gehört. Die haben mit 80 Jahren noch schöne, dunkle, schwarze kräftige Haare gehabt. Dann habe ich sie gefragt, ob sie die Haare färben  – ”Nö, ich trinke jeden Tag meinen Morgenurin, schon Lebenslang”. Da gibt es so viele Merkwürdigkeiten und wir sind gut beraten, wenn wir zumindest ein wenig Flexibilität haben. Schauen kostet ja nichts. Dass wir selber unsere eigenen Experimentatoren werden.

Norman Glaser: Naja gut, man weiß ja nicht, ob es nicht doch schädlich ist. Schaden kann es nicht, wenn auf der Schwefelverpackung drauf steht “Mach nicht”.

Dr. Probst: Ja, ja. Der Schwefel kommt unverändert unten heraus. Den können auch Kinder, Schwangere und stillende Mütter nehmen. Wie gesagt, ich mache das jetzt seit 40 Jahren und ich habe nie etwas Böses gesehen. Das einzige, jetzt in den letzten Wochen, wo ich dieses komische Webinar halte. Ich habe sonst immer 1:1 Patienten gehabt und sie steuern und begleiten dürfen. Jetzt mit diesen elektronischen Medien gehen viele Frauen natürlich nicht zum Arzt, teilweise auch schwerkranke Leute.

Es ist gut, dass Sie darauf hinweisen. Dieser Schwefel, der nach verfaulten Eiern riecht, der ist leicht giftig und viele Leute halten das zurück. Sie haben soziale Verpflichtungen. Nehmen wir mal an, Sie gehen auf ein Konzert und dann lassen Sie was ab, dann fällt der halbe Konzertsaal erst einmal tot um. Das muss man mal ganz klar sehen. Sie sind also ein Outsider. Sie können dann nicht auf ein Konzert gehen. Wenn Sie dann aber idiotischerweise in das Konzert gehen und Sie verklemmen sich das, dann vergiften Sie sich. Und dann kriegen Sie wahnsinnige Bauchkrämpfe und die dauern dann auch 2-3 Tage oder manchmal auch bis zu einer Woche an, obwohl Sie den Schwefel absetzen. Das hängt aber nicht mit dem Schwefel zusammen, sondern mit Ihrer idiotischen Handlungsweise. Sie müssen wirklich die Freiheit haben: Wenn sich Darmgase bilden, die zeitnah abzulassen. Man glaubt gar nicht, wie dumm manche Leute sein können.

Natürlich spricht man insofern gar nicht darüber, in einem solchen Format. Sondern 1:1 mit den Patienten, die man am Händchen halten kann und durch diese Turbulenzen begleiten kann.