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Von gutem und schlechtem Essen

Gesunde Ernährung ist wichtig. Schon als Kinder sollten wir deshalb unseren Teller immer brav aufessen – vor allem das Gemüse. Und noch heute tut sich der ein oder andere schwer damit. Verlockungen, die vor Fett und Zucker nur so triefen warten an jeder Ecke auf uns. Fast-Food, Kuchen, Pizza oder die leckeren Chips abends vor dem Fernseher. Doch auch in der Kantine im Büro greifen wir viel zu oft zum panierten Schnitzel und viel zu selten zu frischem Gemüse. Dabei kann genau das uns dabei helfen nicht nur ein gesünderes, sondern auch ein glückliches Leben zu führen.

Gemüse macht glücklich? War das nicht Schokolade?

Richtig. Auch Schokolade hat diese Wirkung. Oder besser gesagt: Kakao. Ebenso übrigens wie Bananen. Beides enthält nämlich das “Glückshormon” Serotonin. Allerdings auch viel Zucker und damit Kohlenhydrate. Und im Falle der Schokolade sind das sogar böse Kohlenhydrate. Während die Banane nämlich natürlichen Fruchtzucker hat und zwar nicht Low-Carb, trotzdem aber frisch und gesund ist, ist der Zucker in der Schokolade für unseren Körper schwer verwertbar und damit mehr Gift als Nährstoff. Wenn es doch mal sein soll: Bitterschokolade schmeckt nicht nur, sie enthält auch weniger Zucker und dafür mehr echten Kakao und ist damit viel gesünder. Man sagt sogar, sie helfe gegen Herzinfarkte. Aber was war denn jetzt eigentlich mit dem glücklich machenden Gemüse? Das ist tatsächlich so. Obst und Gemüse machen glücklich aktiv und das haben Forscher jetzt sogar belegt. Und zwar dank der Antioxidantien, die es im Gemüse und Obst gibt. Die bekämpfen nämlich die Radikale, die unser System freisetzt, wenn wir Stress haben. Obst und Gemüse kann also Stress vermeiden und somit tatsächlich glücklich machen. Aber funktioniert das wirklich merklich?

Ein aktiver Lebensstil macht glücklich

Bereits 2014 gab es Untersuchungen von Forschern der University of Warwick Medical School, die bei ihrer Studie um die 14.000 Testpersonen auf ihren Gemütszustand verglichen. Außerdem wurde ihr Essverhalten im Bezug auf Obst und Gemüse untersucht. Das Ergebnis: Je mehr Obst und Gemüse eine Testperson über den Tag verteilt aß, desto besser war ihre Stimmung. Im Februar diesen Jahres hat die Psychologin Dr. Tamlin Conner mit Hilfe ihres Teams der Universität Otago (Neuseeland) 171 Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren einer ähnlichen Studie unterzogen. Hierbei waren alle Testpersonen anfangs keine großen Obst- und Gemüse-Esser.

Die Testpersonen wurden in 3 Gruppen aufgeteilt, wobei die erste Gruppe ihre Essgewohnheiten weiterhin wie gewohnt fortführte, die zweite Gruppe via eMail ans Obstund Gemüse essen erinnert wurde und Vergünstigungen beim Obst- und Gemüsekauf bekamen und die dritte Gruppe mehrmals täglich frisches Obst und Gemüse gereicht bekam. Das Ergebnis: Bereits nach 2 Wochen war eine deutliche Verbesserung bei der dritten Gruppe zu erkennen, die als einzige tatsächlich mehr Obst und Gemüse gegessen hatte (Fazit: Nur eine Erinnerung an Obst und Gemüse bringt uns nicht dazu, auch tatsächlich mehr zu essen!). Die dritte Gruppe war motivierter, wacher und aktiver als die anderen zwei und war nach eigener Aussage glücklicher als vorher. Wie werden wir nun aber gesünder? Wege zur gesunden Ernährung gibt es viele. Obst und Gemüse sind ein wichtiger Faktor, Flüssigkeit, ausgewogene Zutaten und Regelmäßigkeit aber genauso. Egal ob Du ein Frühstücksmuffel bist oder lieber fünf kleine Mahlzeiten isst. Ob Low-Carb oder Fettarm. Bewusste Ernährung tut in jedem Falle gut und bewusst heißt ja erst einmal nur, dass Du Dir klar machst, was Du isst, was Dir gut tut und was eine Ausnahme bleiben sollte. Tatsächlich sind trotz (sich immer wieder ändernder) Forschungsergebnisse die Körper und Essgewohnheiten verschieden. Nur weil Low-Carb heute im Trend ist, heißt das nicht, dass frühere Erkenntnisse über Trennkost oder halbe und dafür häufigere Mahlzeiten Quatsch sind. Wichtig ist, dass Du einen Weg findest, der mit Deiner Lebensweise harmoniert und den Du in Deinen Alltag integrieren kannst, der sich gesund und echt anfühlt. Denn eine aufgezwungene Diät hält keiner lange durch und schon gibt’s den Jojo-Effekt. Einige Dinge gibt es jedoch, die für uns alle gelten und auch schon seit Jahrzehnten gepredigt werden. Diese 5 goldenen Regeln haben wir hier mal für Dich zusammengefasst, damit Du sie in der für Dich richtigen Ernährung unterbringen kannst.

5 Tipps, wie Du Deine Ernährung im Alltag ganz einfach gesünder gestalten kannst

1. Wasser!

Es gibt nichts, was so gesund und wertvoll ist wie Wasser. Trinke am besten mindestens 2 Liter davon täglich. Wasser ist gut für die Haut, es erfrischt und bekämpft Kopfschmerzen und es füllt auch noch den Magen. Statt zum ungesunden Snack zu greifen bietet es sich also an, ein Glas Wasser zu trinken. Und schon ist der Appetit weg. Weil es nicht immer einfach ist, daran zu denken, ausreichend zu trinken, nimm Dir am besten eine 1 Liter Flasche mit und stell sie direkt vor Dir auf den Schreibtisch. Bist Du ein visueller Mensch, kann es auch helfen, eine Flasche zu kaufen, die Dich besonders anspricht. Wichtig ist nur, dass sie direkt vor Dir steht. Setze es Dir zum Ziel, diese 1 Liter Flasche in einem Arbeitstag ganz zu leeren. Wenn es Dir hilft, kannst Du auch feste Trinkzeiten einplanen. Noch ein Glas vor dem Frühstück (das regt auch noch die Verdauung an!), eines nach dem Abendessen und schon hat man 1,5 Liter getrunken. Gönnst Du Dir dann auch noch zwei Gläschen zum Mittagessen, hast Du Deine 2 Liter erreicht. Ist Dir Wasser mal zu langweilig, kannst Du Deine Flüssigkeitszufuhr auch durch Saftschorlen oder Tee erweitern. Von zuckerhaltigen Getränken wie Cola solltest Du aber genauso absehen wie von Kaffee oder von Alkohol. Diese entziehen dem Körper Wasser und sollten eine Ausnahme bleiben.

2. Obst und Gemüse Snacks.

Appetit ist unser größter Feind. Knabbereien aus Langeweile oder aus Lust und Laune. Schluss damit. Zu schwer? Na dann muss eben was gesundes her. Obst und Gemüse machen, wie eben gezeigt, glücklich also dürfen sie ruhig mehrmals am Tag verzehrt werden. Obst hat Fruchtzucker und sollte daher zwar regelmäßig aber in Maßen gegessen werden. Gemüse kann man jedoch gar nicht genug essen. Schneide Dir ruhig morgens schon ein paar Sellerie- oder Karottenstangen zurecht und nimm sie mit ins Büro. Schaffe Dir dort auch einen Vorrat an Äpfeln, Mandarinen oder Weintrauben. Worauf auch immer Du Lust hast. Hauptsache, Du hast etwas griffbereit, wenn die Heißhungerattacke kommt. Musst Du nämlich erst schnibbeln ist die Verlockung ganz schön groß, doch zum Schokoriegelautomaten im Flur zu gehen, wie die oben beschriebene Untersuchung gezeigt hat. Dort haben die Testpersonen trotz Vergünstigungen (sie hätten das Obst umsonst bekommen) und täglicher Erinnerungs-Mail nicht mehr Obst oder Gemüse gegessen. Die Personen jedoch, die es fertig geschnitten serviert bekamen, griffen beherzt zu. Mach es Dir also möglichst leicht, öfter Obst und Gemüse zu essen und stelle es Dir zurecht. Am besten schon in mundgerechte Häppchen geschnitten.

3. Bewusst essen!

Und das heißt auch, sich Zeit nehmen. Essen sollte genossen werden und nicht nebenbei heruntergeschlungen. Nimm Dir Zeit für Deine 3 Mahlzeiten (oder 5, je nach Ernährungsphilosophie) und genieße ganz bewusst, was Du da in Deinen Körper schaufelst. Du wirst sehen, plötzlich schmecken die Pommes gar nicht mehr so gut wie der Salat, weil Dir viel klarer wird, was Du da eigentlich für Deinen Körper tust und schon macht gesunde Ernährung richtig Spaß.

4. Wenig Fett, niedrige Temperatur.

Beim Kochen kann selbst das beste Gemüse daneben gehen, wenn es verkocht wird. Aber auch wichtige Nährstoffe gehen bei zu langer und hoher Erhitzung schnell verloren. Halte die Temperatur und Kochzeit also auf ein Minimum und achte auch darauf, nicht zu viel Fett zum Braten zu benutzen.

5. Auf die Gewürze kommt es an.

Benutze wenig Salz und wenig Zucker. Würze lieber mit Paprika oder Pfeffer nach oder trainiere Deine Geschmacksnerven einfach mal auf den natürlichen Geschmack. Das hält auch vom Verzehr von Fertigprodukten mit ungesunden und unnatürlichen Zusatzstoffen ab.

Befolgst Du diese Regeln, hast Du schon einmal einen großen Schritt Richtung bewusster und damit gesünderer Ernährung gemacht. Natürlich spielt auch Bewegung immer eine große Rolle. Nur ein Zusammenspiel aus der richtigen und ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und einer gezielten Entspannung für Körper und Geist kann letzten Endes wirklich Deine Gesundheit verbessern. Beherzigst Du dies jedoch, wirst Du schnell merken, wie Dein Körper sich besser, aktiver und leichter anfühlt, Dein Gemüt fröhlicher und entspannt und Dein Leben an sich eine Verbesserung der Qualität erfährt.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Ratgeber dazu beitragen, dass Du ein entspannteres und gesünderes Leben führen kannst. Einige der Inhalte sind Dir vielleicht ja schon bekannt und haben Dich einfach noch mal daran erinnert, etwas mehr Zeit für Dich selbst einzuplanen. Bedenke, unser Organismus ist ein wahres Wunder, den es in der begrenzten Zeit die uns zur Verfügung steht, zu pflegen gilt. Falls Du Anregungen oder Fragen zum Ratgeber hast, Ideen für die App oder den Podcast, hinterlass uns einfach einen Kommentar oder schreibe uns eine Mail. Wenn noch nicht geschehen, freuen wir uns natürlich auch, wenn Du uns auf Facebook folgst.