Select Page

Über 1 Millionen Menschen in Deutschland nutzen mittlerweile E-Zigaretten. Das Thema wird kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite beeinträchtigen auch E-Zigaretten die Gesundheit – auf der anderen Seite sind sie für den Konsumenten und seine Umwelt weit weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten. Ist die E-Zigarette also eine sinnvolle Alternative? Kann sie auch bei der Entwöhnung eingesetzt werden und wie schädlich ist sie wirklich? Höre hier Teil 2 des Podcast-Interviews mit dem Apotheker und Gesundheitsexperten Steffen Kuhnert.

Shownotes

  • Nikotin in der e-Zigarette
  • Wie bedenklich ist die e-Zigarette für junge Leute?
  • Sollte das Liquid nur in den Apotheken verkauft werden?
  • Ist passivdampfen gefährlich?
  • Kurze Q&A Session

Über Steffen

Teil 1 des Interviews findest Du hier.

 

Textversion des Interviews

Norman: Okay und dann haben wir noch Nikotin und ich glaube, worüber wir uns alle einig sind ist, dass Nikotin zum einen ein Nervengift ist, also eine Abhängigkeit verursacht.

Steffen: Ja, dazu habe ich auch ein Video gemacht, denn das ist die Meinung, die alle so haben. Ich bin mir da nach meiner intensiven Recherche gar nicht mehr so 100% sicher. Diese Nervengifttheorie kommt immer und die stimmt auch, ist aber natürlich dosisabhängig – ganz, ganz wichtig. Klar, wenn man zuviel raucht, dann kann Nikotin uns schon schummrig machen, sodass der Kreislauf ein wenig Probleme macht. Das sind erste Anzeichen einer toxischen Reaktion, aber Nervengift klingt natürlich so, als könnten wir uns mit dem Nikotin relativ schnell umbringen. Das ist es nicht. Uns würde speiübel werden. Sich aber mit Nikotin umzubringen, wie mit anderen Nervengiften, das ist schwierig.

In die Abhängigkeit spielt Nikotin mit rein, aber bei der Zigarette spielen ganz viele Begleitstoffe, die mitverbrennen, eine wesentliche Rolle, die den Abbau von Nikotin entsprechend beeinträchtigen und vor allen Dingen auch den Abbau von bestimmten Vorgängen, die im Gehirn stattfinden. Wir sagen dazu MAO Hemmer, das ist eine bestimmte Produktgruppe. Die entstehen aber nur beim klassischen Zigarettenrauch und nicht bei der eZigarette. 100% sicher mit Nikotin und der starken Abhängigkeit… Das gerät stark ins Wanken, je mehr man mit der eZigarette beschäftigt ist und es könnte sein, dass Nikotin vielleicht irgendwann nur noch in der Kategorie von Koffein steckt, wo wir auch klar eine Abhängigkeit haben. Aber da redet auch keiner groß drüber. Wir trinken alle unseren Kaffee, der eine mehr, der andere weniger, ohne dass es uns große Probleme bereitet. Da muss auch intensiver geforscht werden und vielleicht neu darüber diskutiert werden.

Ich will Nikotin jetzt überhaupt nicht schönreden, gar keine Frage. Ich möchte aber einfach mal den Gedankengang zulassen, dass hier auch aufgrund des Rauchens, das Nikotin in einem sehr schwarzen Loch steckt, wo es vielleicht nicht unbedingt hingehört. Wir kennen Nikotin ja eigentlich über Jahrzehnte nur vom Zigarettenrauchen.

Norman: Das ist eine spannende Überlegung. Kann man denn sagen ab wann oder welcher Menge Nikotin toxisch wirkt oder ist es generell völlig egal welche Menge man zu sich nimmt?

Steffen: Es gibt auch den ein oder anderen Mediziner, der sich sehr mit den eZigaretten beschäftigt. Hier geht es auch immer darum: Wie viele Liquids müsste man trinken, damit man tatsächlich stirbt. Liquids sind diese Fläschchen mit der Flüssigkeit, die in die eZigarette eingesetzt werden. Da ist immer die Frage: Sind diese Mittelchen tatsächlich gefährlich? Sie sind ja jetzt von der Bundesregierung auf eine bestimmte ML-Zahl begrenzt worden. Es gibt diese Vorratsbehältnisse in Deutschland so nicht mehr. Da bist du wahrscheinlich besser bewandert als ich. Das hat etwas mit der Toxizität des Nikotins zu tun, wo man Angst hat, dass eventuell auch Kinder im Haushalt sich damit vergiften könnten. Das scheint aber tatsächlich anhand von falschen Studien so eruiert worden zu sein. Da muss man schon extreme Mengen von nehmen. Wie gesagt, vorher würde einem speiübel werden und man würde das ganze auch wieder ausspucken, bevor Nikotin tatsächlich dann zum Tode führt.

Es gibt zwei, drei Fälle, wo es Krankenhauseinweisungen gegeben hat. Die sind mir aus Veröffentlichungen bekannt, aber die Patienten konnten auch nach kurzer Zeit die Krankenhäuser wieder verlassen. Es ist also scheinbar schwer, sich mit Nikotin oder mit Nikotinliquids umzubringen.

Norman: Das wollen wir natürlich nicht.

Steffen: Nein, das wollen wir nicht. Aber wenn die Frage kommt: Kann man sich mit Nikotin umbringen? – Nein, man kann sich natürlich mit allem irgendwie umbringen, aber es scheint mit Nikotin nicht so einfach zu sein. Mit anderen Dingen vielleicht, Paracetamol-Tabletten oder was wir aus meinem Bereich sonst so kennen.

Norman: Ja, tatsächlich gibt es zu den Flaschengrößen eine Änderung, wobei die nicht wirklich nachvollziehbar ist. Ich habe ja vorhin gesagt, dass ich mit 12 mg angefangen habe. Ich habe mich dann quasi herunter dosiert auf 3 mg Nikotin, was die niedrigste Stufe ist, aber der Wechsel der Flaschengröße… Ich habe immer eine 50 ml Flasche bestellt. Diese hatte dann eine Mischung von 3 mg Nikotin, also völlig fertig. Das war für mich super praktisch. Das geht jetzt nicht mehr – 10 mg ist die kleinste Größe, die man mit Nikotin haben kann und 50 mg ohne Nikotin. Jetzt fängst du an zu mischen und dann hast du aber diese kleinen Fläschchen, die du dann zusammenbringen musst und dann hast du im Grunde die Hochdosierung. Das Argument von wegen zuhause sind dann hochdosierte Nikotinfläschchen… Die hast du dann, weil du es dann selber mischen musst. Aber was natürlich für mich ein riesen Vorteil war, dadurch, dass ich selber mische: Ich habe mich jetzt auch auf 2 mg herunter dosiert. Das ist natürlich dann ganz interessant – und das ist langfristig auch mein Ziel – dass ich bei 0 mg Nikotin ankomme bzw. gar nicht mehr zu dampfen. Denn das ist zugegebenermaßen auch irgendwie anstrengend. Sind die Akkus geladen? Habe ich alles dabei? usw. Es ist eher ein Prozess oder Weg, auf dem ich mich jetzt schon seit Jahren befinde. Er hat mir aber wirklich ermöglicht von der Zigarette wegzukommen.

Steffen: Ja absolut. Das mit den Liquids kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich höre nur aus der Szene, oder wie man es nennen möchte, dass es jetzt auch alles viel teurer geworden ist, weil man an diese Sachen anders herangehen muss. Keine Ahnung, was da am Ende des Tages für ein Ziel mit verfolgt wird.

Norman: Was ich auch als Problem sehe bei der eZigarette ist, die Kontrolle der Nikotinmenge. Während ich bei einer Zigarettenschachtel ja weiß: Ich habe 20 von den Dingern geraucht, ist es bei den Liquids schwieriger das abzuschätzen und den Überblick zu behalten – je nachdem, was du auch für einen Tank auf deinem Verdampfer hast. Du dampfst ja nicht den ganzen Tank leer, sondern mal einen halben. Dann bist du unterwegs und füllst es dafür wieder voll und dann verlierst du über den Tag den Überblick darüber und kannst die Nikotinmenge, selbst wenn du niedrig dosierst, nicht wirklich einschätzen im Vergleich. Ich finde, das ist eine schwierige Situation.

Steffen: Ja, das ist nachvollziehbar. Das stützt dann vielleicht mein Argument, dass Nikotin eventuell doch nicht das größte Problem an der ganzen Thematik sein könnte, wo ja doch mittlerweile auch viele Videos zu gemacht worden sind auf YouTube von dem ein oder anderen Mediziner. Es ist ein spannendes Thema, absolut.

Norman: Lass uns doch noch auf die andere Zielgruppe, von der ich vorhin sprach, eingehen. Zum Thema Jugendliche: Wie bedenklich findest du, dass junge Leute gar nicht erst das Rauchen anfangen, sondern die Coolness der eZigarette sehen?

Steffen: Ich finde es natürlich allgemein nicht gut, wenn Jugendliche anfangen, sich irgendetwas in die Lungen zu inhalieren, sei es verbrennend oder inhalativ mit einer eZigarette. Aber gut, was haben wir damals in der Jugend alles für Quatsch gemacht? Wie kann man dagegen vorgehen? Das war die Frage. Wenn es rein aus Coolness ist, dann war es ja mit der Zigarette in unserer Jugend ähnlich, dass man sie probiert hat. Weil wir das irgendwie cool fanden. Weil der Marlboro-Man auf seinem Pferdchen locker durchs Kino geritten ist. Das war natürlich diese Zeit.

Ich finde es nicht unbedenklich, ich sehe es allerdings auch nicht als die Einstiegsdroge für schwere Dinge, aber rein aus Coolness würde ich natürlich bei meinen Kindern versuchen ins Gespräch zu kommen, dass das keine gute Idee für die Gesundheit ist. Aber du kannst da meiner Meinung nach nicht 100%-ig einen Riegel vorschieben. Es bringt auch nichts, die eZigarette zu verdammen oder zu verteufeln, nur mit dem Ziel, dass Jugendlich nicht an diese Dinger herankommen. Klar, über den Weg des Einkaufs ab 18. Das ist eine sinnvolle Maßnahme, um es ein wenig zu erschweren, ähnlich wie letzten Endes mit dem Alkohol auch. Gut. Aber ansonsten ist es meiner Meinung nach schwierig, es komplett vom Jugendlichen fernzuhalten.

Schauen wir doch einmal, was mit den Shishas passiert. Das ist ein anderes Thema, aber das ist bei den Jugendlichen eine extrem coole Sache und ich höre es immer wieder, dass Jugendliche jedes Wochenende bei der Shisha sind.

Norman: Ja, ich sehe es ähnlich wie du. Verbieten kann man es eh nicht. Wenn sie es wollen, dann kriegen die das irgendwie hin.

Steffen: Richtig.

Norman: Wo ich nur einen kleinen Bauchschmerz habe ist, wenn du früher angefangen hast zu rauchen, dann hat das total ekelig geschmeckt. Du hast gestunken und du musstest dich fast zwingen. Deshalb schüttelt man im Nachhinein auch den Kopf und fragt sich “Warum hast du das angefangen?!” Das kann man nicht nachvollziehen.

Aber bei den eZigaretten gibt es durch diese Aromen keine Barriere des Ekels oder des sich Überwinden müssen, sondern das Zeug schmeckt nach Cola, Limette oder was auch immer. Das finde ich dann schon ein wenig schwierig. Ich finde aber deinen Gedanken ganz interessant, die Altersschwelle zu reglementieren. Es gab auch mal die Diskussion, ob das Liquid nicht in der Apotheke bezogen werden muss.

Steffen: Ja, da weiß man natürlich auch nicht, wer hatte diese Information damals gestreut und was war der Hintergedanke? Es wurde immer gesagt, die Apotheker wollen da gerne mitverdienen, weil das ganze müsste als Arzneimittel gelten, weil es Nikotin enthält. Nikotin ist halt ein apothekenpflichtiges Produkt in einem Liquid verarbeitet. Das war ja grob die Diskussionslage, die man da hatte.

Ich denke schon, dass man Dampfershops zumuten kann, eine sinnvolle Beratung zugehen. Du hast die Technik angesprochen: Ich stelle mir das in den Apotheken schwierig vor, wenn wir auf einmal anfangen müssen, über die Technik von irgendwelchen Vernebelungsmaschinen zu philosophieren mit irgendwelchen Akkus und Spannungen herumhantieren – da gibt es mit Sicherheit Profis, die sich da besser auskennen. Ob man dadurch verhindern kann, dass Jugendliche daran kommen, wenn man es über die Apotheken verkauft… ich weiß nicht, ob das am Ende des Tages tatsächlich zielführend ist. Du sprachst es eben an: Wir fanden das früher eklig. Das Problem ist natürlich, wenn du das so cool findest und hältst zumindest zwei, drei Tage durch, dann kommst du davon nicht mehr weg, weil dann ist die Abhängigkeit schon fast da, weil diese Verbrennungsprodukte so massiv ins Gehirn eingreifen, dass dieses Abhängigkeitsgefühl extremst hoch ist. Das sehe ich bei der eZigarette nicht so. Ich habe mal überlegt einen Testlauf zu machen, aber das kannst du theoretisch nicht machen, ein paar Leute mit einer eZigarette versorgen und gucken, ob die das nach ein paar Tagen wieder problemlos absetzen können. Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass das komplett anders gelagert ist, als bei der normalen Verbrennungszigarette.

Norman: Ein spannendes Thema. Wie ist das mit Passivdampfen? Gern gesehen wird es glaube ich nirgends. Du kannst ja nicht anfangen im Kino, im Restaurant Rauchwolken zu erzeugen. Da darfst du auch rausgehen, auch wenn es nicht unmittelbar mit dem Rauchen zu tun hat. Wie ist es mit der Umwelt, in Form von anderen Menschen – gibt es da irgendwelche Studien oder Untersuchungen?

Steffen: Ja, ich habe in meinem Video – das ist allerdings ein Jahr her, dass ich das erste große Video dazu gemacht habe – eine Studie vom Frauenhofer Institut glaube ich gefunden und auch eingebaut, wo man Untersuchungen gemacht hat und das Passivdampfen nicht sonderlich kritisch gesehen hat, dass es tatsächlich zu einer starken Beeinträchtigung kommt. Aber ich bin der Meinung und ich weiß nicht, was sich in den letzten Monaten vielleicht noch in dieser Beziehung getan hat, dass da noch ein wenig intensiver geforscht werden muss. Das ist ein Thema, was man wahrscheinlich so noch nicht auf dem Schirm hat und was noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird. Ich sehe es eher wie du, dass man schon den Anstand haben sollte und zu schauen, wo man sich gerade befindet. Wenn im Kino um mich herum alles dampfen würde oder auch im Lokal und es riecht auf einmal nach Erdbeere neben mir, dann finde ich das auch nicht so prickelnd, auch wenn das Dampfen anders gesehen wird als das Rauchen, weil halt kein Verbrennungsprodukt dabei ist und es rein rechtlich auch erlaubt ist. Ich glaube aber der Wirt und der Betreiber von Lokalitäten darf selbst entscheiden, was beim ihm möglich und nicht möglich ist. So ist meine ich aktuell die Rechtslage, aber auch da bin ich nicht 100%-ig informiert. Ich denke, es gehört zum eigenen Anstand, sich zu fragen “Wie könnte die Umwelt um mich herum das empfinden?” Und so sollte man dann auch meiner Meinung nach verfahren.

Norman: Ja, ich glaube auch, das Kino ist keine gute Idee. Die Dampfentwicklung ist auch nochmal eine ganz andere als beim Rauchen. Das heißt, wenn da 10 Leute aktiv sind, dann haben wir alle Rauchmelder an und keinen Film mehr, weil man nichts mehr sieht.

Das ist ein spannendes Thema. An dieser Stelle machen wir einen Cut und ich bin ganz gespannt, was die Community uns über unsere WhatsApp-Gruppe noch für Fragen stellt und wir zwei, Steffen, vielleicht Rede und Antwort stehen, um hier ein paar wertvolle Informationen zu übermitteln.

Ich würde ganz gerne mit dir noch in eine kleine Frage- und Antwortrunde einsteigen. Ich habe fünf Sachen vorbereitet.

Steffen: (lacht) Ich schaue mal, wie ich mich dieses Mal schlage.

Norman: Das ist ganz spannend. Wenn wir schonmal einen Experten hier haben, dann wollen wir auch ausquetschen. Frage 1 – Welcher Gesundheitstipp aus deiner Kindheit ist heute noch aktuell? Gibt es etwas, woran du dich erinnerst, das du seitdem immer machst? Oder vielleicht machst du es heute nicht mehr, war aber damals aktuell?

Steffen: Meine Eltern haben mir immer gesagt: Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit. Das hat sich bei mir nicht geändert. Ohne Frühstück kann ich tatsächlich nicht aus dem Haus gehen und ich merke auch, dass ich dann nicht leistungsfähig bin. Das Frühstück hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Ansonsten muss ich tatsächlich gestehen: Einen wirklichen Gesundheitstipp aus meiner Kindheit… Ich habe oft den Teller nicht aufgegessen und trotzdem hat es nicht geregnet. Es hat also alles scheinbar nicht so ganz gestimmt. Aber das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit – da bin ich zumindest zu gewissen Anteilen dabei. Das sehe ich ähnlich. Morgens vernünftig zu starten in den Tag, ob mit einem richtigen Frühstück oder wie auch immer, sich ein wenig Zeit zu nehmen –  das halte ich für extrem wichtig.

Norman: Wo informierst du dich zu Gesundheitsthemen? Wie hältst du dich up to date?

Steffen: Alleine natürlich auch schon wegen der ganzen Thematiken auf Gerne Gesund, meinem YouTube Channel, bin ich natürlich auf wahnsinnig vielen Plattformen unterwegs. Gerade aber auch auf YouTube gucke ich extrem gerne, weil es für mich auch noch einmal etwas anderes ist, dadurch das ich das Bild dazu habe, anstatt nur zu lesen. Das kann ich auch gut nebenbei laufen lassen. Ich mag es unheimlich mir Informationen durch Podcasts oder YouTube zu holen. Ansonsten wissenschaftliche Datenbänke wie Pubmed, durchforste ich natürlich, wo wir dann mit Studien zu tun haben. Manchmal ist es alles sehr theoretisch, aber das nutze ich auch sehr gerne. Ich könnte nicht sagen, dass ich ein bis zwei spezielle Portale habe, sondern ich gucke da relativ breit gefächert.

Norman: Wie begegnen dir die Themen – einfach im Lesen der Newsfeeds? Oder sind es Dinge, wo du sagst, die interessieren mich und da gehe ich tiefer rein?

Steffen: Teilweise sind es Themen, die mich selbst interessieren, wo ich dann auch für mich merke: Vielleicht bin ich da noch nicht unbedingt gut bewandert, wo ich mich dann einlese und merke: “Och ja, das könnte mal eine gute Serie sein” und wo ich dann tatsächlich auch zwei oder drei Videos draus machen kann, weil ich mich dann so intensiv damit beschäftige, weil es mir Spaß macht. Es kann aber auch sein, dass mir etwas im Alltag begegnet. Vor kurzem hat mich beim Fernsehen “Die Höhle der Löwen”  begegnet, mit einem neuen Gesundheitsprodukt, wo ich so denke “Oh ja, das wird bestimmt die breite Masse interessieren”. Die haben da Mio. von Zuschauern. Dann habe ich ein Video gemacht, wie ich das einschätze und wie ich das sehe. Auch da schaue ich dann natürlich, was meine Community interessieren könnte, was könnte neue Follower bringen. Es muss nicht unbedingt immer das sein, was mich interessiert oder was einen besonders hohen wissenschaftlichen Wert hat, weil da auch schon unterschiedliche Menschen unterwegs sind. Also auch hier ist es breit gefächert. Deshalb sind es auch so viele Videos, weil die Themenvielfalt im Gesundheitswesen ist riesig.

Norman: Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Steffen: Unser letzter Podcast war noch nicht allzu lange her. Da merke ich: Ich recherchiere zu viel und bin immernoch an dem gleichen Buch hängen geblieben, was ich beim letzten Mal auch noch gelesen habe – “Eine kleine Geschichte der Menschheit”. Jetzt habe ich mir den Nachfolger “Homodeus” noch bestellt, den ich hoffentlich in den nächsten Tagen in den Herbstferien auch lesen kann. Das sind Sachen mit einem Bezug zum Hier und Jetzt und in die Zukunft gesehen; wie verändert uns die Digitalisierung? So etwas lese ich gerne, wo ich mich vielleicht auch selbst in meinem Wissen weiterentwickeln und weiterbilden kann über den Tellerrand hinaus.

Norman: Welche drei Persönlichkeiten würdest du gerne im Podcast hören? Wen können wir einladen und wo können wir tatsächlich von Expertenwissen profitieren?

Steffen: Gerade wenn es um die eZigarette geht, da gibt es doch den ein oder anderen. Dummerweise habe ich jetzt den Namen nicht mehr auf dem Schirm. Da könnte ich mir auch selbst vorstellen, den mal zu interviewen. Das ist ein Doktor, ein Mediziner, der sich sehr gut damit auskennt und auch gute Ideen hat. Auf der anderen Seite fänd ich es auch spannend, vielleicht ein bisschen was in Richtung Digitalisierung im Gesundheitswesen zu hören, was neue App-Möglichkeiten angeht. Aber Namen dazu nennen, ist für mich jetzt gerade ad-hoc nicht ganz so einfach.  Aber das sind Themen, die ich spannend finde: Wie sieht die Zukunft im Gesundheitswesen aus? An was wird gerade gearbeitet, entwickelt und wie sehen das die ein oder anderen Startups und CEOs, wie sich der Markt entsprechend gestalten lassen könnte?

Norman: Auf jeden Fall eine tolle Idee, dass man da vielleicht eine Staffel macht. Ich habe jetzt wirklich einige wirklich gute Apps gesehen, die man wirklich mal einladen und auf der VALEO-Plattform vorstellen kann – sehr cool!

Super, Steffen: Wir sind am Ende des Interviews. Ich habe bereits am Anfang gesagt, wir werden zwei Teile daraus machen. Gib uns doch zum Abschluss deinen Tipp für die Hörer, für ein gesundes und glückliches Leben und wie wir dich am besten erreichen können.

Steffen: Ja, fangen wir mit der letzten Frage an. Das ist relativ einfach. Am besten erreicht man mich per E-Mail. Die E-Mail steht natürlich auf all meinen Kanälen, sowie das Kontaktformular auf www.steffenkuhnert.de. Da bin ich relativ schnell im Antworten. Ansonsten post@steffenkuhnert.de Das ist meine klassische E-Mail Adresse, wo man mich oder mein Team erreicht, um Fragen beantworten zu können.

Dinge für die Lebensgestaltung sehen für mich eigentlich immer so aus, das zu machen, wo man wirklich für brennt; wo man Lust drauf hat. Das ist für mich das Wesentliche, sich nicht verpflichtet zu fühlen, diesen und jenen Job zu machen, weil man das irgendwann mal gestartet hat. Sondern, wenn man mal angefangen hat für etwas zu brennen, Lust auf etwas zu haben, diesen Weg dann auch zu verfolgen und zu gehen. Wir haben nur dieses eine Leben und sich da in eine Ecke gedrängt zu fühlen, das wird einen meiner Meinung nach nicht glücklich machen. Einfach mal den Horizont offen zu halten und zu schauen, was das ist, was einem wirklich Spaß macht, wo man wirklich Freude dran hat und diesen Weg dann für sich zu verfolgen. Das ist meiner Meinung nach das wichtigste.

Norman: Ein sehr schönes Schlusswort, Steffen. Ich danke dir für deine Zeit und freue mich auf unser nächstes Gespräch.

Steffen: Vielen Dank, Norman.

Norman: Bis dann, ciao.

Steffen: Tschüß!