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Im ersten Teil unserer Serie über Biohacking haben wir Dir bereits das erste Kernelement vom Biohacking vorgestellt: Das Bodyhacking. In diesem zweiten Teil wollen wir Dir nun die beiden anderen Säulen des Biohackings vorstellen: Foodhacking und Mindhacking. Wie die beiden Begriffe es schon andeuten geht es hierbei um Ernährungswissenschaften und das richtige Mindset, die es dann mit dem Bodyhacking zu verbinden gilt, um einen ganzheitlich gesünderen Lebensstil zu entwickeln und auch dauerhaft leben zu können.


Foodhacking

Beim Foodhacking geht es um mehr als nur das Gewicht. Die richtige Ernährung kann Deinen Körper ebenso beeinflussen wie genügend frische Luft, Licht und Bewegung, also Elemente des Bodyhackings. Du kannst durch die richtige Wahl deiner Nahrung zwar auch Deine Figur bestimmen aber auch unsere Konzentration, unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden kann von der richtigen Ernährung abhängen. Daher ist es wichtig, dass wir unserem Körper die richtigen Nährstoffe bieten, die er optimal verwerten kann. Ähnlich wie beim Tanken. Der eine verträgt Diesel besser, der andere Super. Tanken müssen wir unser Autor jedoch. Und zwar mit dem richtigen Benzin. Und der richtigen Menge. Andernfalls kann das Auto Schäden davon tragen. 
Unser Körper ist noch wesentlich komplexer als ein Auto. Und wertvoller. Wir können ihn nämlich nicht einfach in die Werkstatt bringen oder einen neuen kaufen. Der Körper will gepflegt und gut behandelt werden, damit er bis ins hohe Alter gesund, kräftig und fit ist.

Du bist, was Du isst

Um dies zu gewährleisten befasst sich Foodhacking mit der Nahrung und deren Herkunft. Um Foodhacking richtig anzuwenden, müssen wir zwei Dinge verstehen lernen: 1.: Wie funktioniert mein Körper und was braucht er? Und 2.: Woher kommt meine Nahrung, was beinhaltet sie und welche Wirkung hat das auf mein System? Nehmen wir zum Beispiel Gemüse, das in Zuchthäusern angebaut wurde. Gemüse ist gesund, das wissen wir. Tatsächlich können aber Pestizide, Düngermethoden und künstliches Licht bereits einen Einfluss auf Nährstoffe haben. Ein biologisch angebaut und gedüngtes Gemüse hat also sehr viel bessere und gesündere Nährstoffe als eines, das künstlich angebaut wurde. Und wir führen unserem Körper gleichzeitig weniger Toxizide zu, die durch künstlichen Dünger oder Pestizide in das Gemüse gelangt sein können. Die gleiche Theorie gilt natürlich noch sehr viel intensiver für Fertigprodukte. Die Kalorienanzahl und der Fettgehalt mag der selbe sein, wie ein frisch zubereitetes Gericht, die Nährstoffe sind jedoch ganz andere und diese sind es letzten Endes, die unserem Körper helfen gesünder zu werden – oder aber es ihm erschweren und ihn unnötig behindern. Ist das System nämlich mit der ständigen Verwertung von künstlichen Zusatzstoffen beschäftigt, hat es kaum noch Zeit, die eigentlichen Nährstoffe, die dafür sorgen, dass wir fit, wach und stark sind, zu verwerten und sie dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.

Die Energie des Körpers bewusst einsetzen

Der Körper entgiftet sich selbst. Dazu benötigt er Energiereserven. Wenn Du Deinem Körper nun biologisch leicht abbaubare und gesunde, nährstoffreiche Kost bietest, kann er sich sehr schnell allem entledigen, was er nicht braucht und hat einen Energieüberschuss, den Du zum Beispiel für sportliche Leistung oder andere Dinge nutzen kannst. Beschäftigst Du Deinen Körper jedoch damit, ihm ständig Dinge zuzuführen, die schwer abzubauen sind und nicht natürlicherweise in unser System gehören, dann braucht Dein Körper all seine Energie, um mit dieser Challenge fertig zu werden. Es bleibt also kaum Energie für anderes. Du wirst Dich schneller müde fühlen, wenig Antriebskraft oder Leistungsvermögen haben. Solche Giftstoffe sind zum Beispiel: künstliche Zusatzstoffe, Pestizide, Gluten und andere Anti-Nährstoffe oder große Mengen an raffiniertem Zucker.

Wie Du es besser machen kannst

Achte darauf, dass Du genau weißt, woher Deine Nahrung kommt. Natürlich ist nicht immer gleich gut – schaue Dir daher ganz genau an, wie das Gemüse, das Du kaufst behandelt wurde, wie die Tiere gehalten wurden, dessen Fleisch oder dessen Eier du konsumierst und versuche möglichst viel selbst zu machen. Oft fehlt dafür leider die Zeit, in diesem Fall sollte aber zumindest ein einmaliger Research betrieben werden, welche Lebensmittel rein und biologisch sind. Selbst im Gemüse selbst gibt es oft Dinge zu beachten, wie zum Beispiel beim Spinat, der im ungekochten Zustand eine Menge Oxalsäure beinhaltet, welches sogar zu Nierensteinen führen kann. Spinat also immer abkochen, um dieses Problem zu vermeiden. Um eine gründliche Recherche, woher Deine regelmäßig konsumierten Nahrungsmittel tatsächlich kommen, wirst Du nicht herum kommen, dafür wirst Du danach aber mit einem gesünderen, schlankeren und fitteren Körper belohnt.

Mindhacking

Du hast nun gemerkt, dass das zwar alles super klingt, sich aber auch nach sehr viel Arbeit und Aufwand anhört? Das verstehen wir. Das Gute daran: Auch dafür gibt es einen Hack: Das sogenannte Mindhacking. Hier geht es um das richtige Mindset, also Deine Einstellung und auch Deine Hirnkapazität. Wir wollen es Dir leicht machen, voller Energie neue Challenges anzugehen und erfolgreich durchzustarten, in allem was Du anfängst. Also auch im Projekt “Gesünder leben”. Mit Mindhacking kannst Du alte lästige Geohnheiten ablegen und sie durch neue, Deinem Leben förderliche ersetzen. Du wirst Dich motivierter und konzentrierter fühlen und es wird Dir leichter fallen, Dich auf etwas zu fokussieren.

4 Schritte des Mindhackings

Mindhacking besteht im Großen und Ganzen aus vier Schritten: Vision, Verhaltenstracking, Gehirnkapazität und Morgenroutine.
In diesen vier Schritten lernst Du, wie Du Dein Brain dauerhaft auf Erfolgskurs programmieren kannst.

Vision:

Sie ist der Antreiber, die Motivation, Inspiration – alles, was Dich dazu bringt nicht aufzugeben. Und das hat einen chemischen Grund. Wenn Du eine Vision von etwas hast, dass Du erreichen möchtest, dann stellst Du es Dir bildlich vor. Diese bildliche Vorstellung setzt Dopamin im Gehirn frei. Und Dopamin sorgt dafür, dass Du wach, konzentriert und voller Motivation bist. Aufgaben lassen sich so viel leichter angehen. Vor jedem Vorhaben solltest Du also einen Augenblick durchatmen, Deine Augen schließen und Dir bildlich vorstellen, wie Du Dein Endziel erreichst. Die Schokolade lockt? Gönne Dir einen Moment des Durchatmens und stelle Dir Dich mit Deiner Traumfigur vor. Wie siehst Du aus, wie fühlst Du Dich, was für Kleidung hast Du an? Du wirst sehen, schon fällt es viel leichter, die Schokolade weg zu legen.

Verhaltenstracking:

Kennst Du das, wenn Du das Gefühl hast, Du gibst gar nicht so viel Geld aus aber sobald Du mal einen Tag eine List führst und jeden Cent aufschreibst, wird Dir klar, dass alle diese 2€ Spontankäufe sich innerhalb eines Tages auf 20€ summiert haben? Genau so ist das mit unserem Verhalten. Oft merken wir gar nicht, was unsere schlechten Gewohnheiten sind, weil wir sie schon verinnerlicht haben, dass wir automatisch handeln. Es kann daher helfen, aufzuschreiben, wie wir uns verhalten. Ob es ums Essen geht (habe ich wirklich 4 Mal zwischendurch genascht heute??) oder um sportliche Aktivität (ich dachte ich mache regelmäßig Sport aber ich habe von meinen 3x regelmäßig pro Woche diese Woche 2 Termine ausfallen lassen!) – ein Verhaltenstagebuch kann uns dabei helfen, herauszufinden, wo wir uns selbst behindern. Ein Schrittzähler kann helfen, ebenso wie ein Tagebuch.

Gehirnkapazität:

Nutzt Du die volle Kapazität Deines Gehirn? Vermutlich nicht, denn das tut laut Studien kaum ein Mensch. Wir können jedoch mit einfachem Gehirntraining unseren IQ, die Leistungsfähigkeit unseres Gehirn und unsere rationalen Reflexe erhöhen. Stichwort: Gehirnjogging. Mit regelmäßigem Training (schon 10 Minuten jeden Tag reichen aus), können wir klüger und rationaler werden. Eine Fähigkeit, die langfristig dabei helfen kann, ein Projekt bis zum Ende durchzuhalten und auch erfolgreich zu bestehen.

Morgenroutine:

Wie man den Tag beginnt, so geht er meist auch weiter. Wusstest Du, dass ein Großteil der weltweit erfolgreichsten Menschen Frühaufsteher sind? Macht ja auch Sinn, wer schon morgens alles aus seinem tag heraus holt, der hat den ganzen Tag über bereits ein Erfolgsgefühl und dieses pusht uns ganz natürlich dazu, noch mehr zu leisten. Da nicht jeder Mensch morgens direkt wach und leistungsfähig ist, kannst Du stattdessen an einer Routine arbeiten. Das Geheimnis dahinter: Wird etwas für uns zur Gewohnheit, tun wir es ganz automatisch und ohne große Anstrengung. Schaffst Du es also, Deinen Morgen zur Routine werden zu lassen, wirst Du ganz automatisch wieder und wieder so handeln. Deine Morgenroutine sollte Dein System auf Erfolg, Leistungsfähigkeit und Energie schalten. Du kannst Dir zum Beispiel antrainieren, jeden Morgen 15 Minuten Sport zu machen und dann die Nachrichten zu lesen oder zu meditieren. Der Anfang ist nicht immer einfach, doch erkennt Dein Körper dies erst einmal als alltägliches Ritual, als Routine und Gewohnheit, so wird er ganz automatisch immer wieder dazu zurückkehren. Nach einiger Zeit (und die brauchen wir, um neue Gewohnheiten zu etablieren, nutze die Vision, um durchzuhalten!) wirst Du merken, dass es Dir nicht mehr schwer fällt, morgens Sport zu treiben oder was auch immer Du Dir vorgenommen hast. Dein Körper hat es verinnerlicht und wird sich sogar danach sehnen, wenn Du es mal ausfallen lassen solltest. Und schon startest Du jeden Tag erfolgreich und polst Dich selbst so zu einem energiereicheren, erfolgreicheren Leben.

Biohacking – eine Revolution

Menschen, die Meditieren, wissen es längst: Wir können uns selbst beeinflussen, besser und gesünder zu leben. Und das (nach den ersten Anfangsschwierigkeiten) ganz ohne Anstrengung. Sei es unser Essen, unsere mentale oder physische Leistung – wir sind unser eigener Boss und können unsere Gesundheit langfristig steuern. Leider funktioniert das in beide Richtungen, so können wir uns ebenso selbst sabotieren. Welche Lebensweise Du leben möchtest entscheidest Du, möchtest Du jedoch bewusst und gesund leben, so kannst Du schon heute damit anfangen.